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Nächster Programmstart: März 2009

Masterstudiengang

Human Communication

 

Curriculum


Das Studium gliedert sich in vier Semester. Die ersten drei Semester sind der Wissensvermittlung, Seminaren, handlungsorientierten Praktikumsveranstaltungen sowie projektorientierten Studiengruppen gewidmet. Im vierten Semester ist die Anfertigung einer Master-Arbeit vorgesehen. Mit dem viersemestrigen berufsbegleitenden Studium können 60 Leistungspunkte (ECTS) erworben werden. Der Studiengang Human Communication ist in verschiedenen Studienmodellen bzgl. der zu erwerbenden ECTS studierbar.

 

Die Lehrveranstaltungen finden berufsbegleitend mit ca. 25 Präsenztagen an verlängerten Wochenenden pro Semester 1, 2 und 3 statt. Im vierten Semester wird die Masterarbeit erstellt. Jeder Veranstaltungstag umfasst i.d.R. sechs Doppelstunden.

 

Das Studium einzelner Module ist ab dem Wintersemester 06/07 möglich. mehr>

 

 

Modul 1: Einführungs- und Basismodul:
Psychologische Grundlagen menschlicher Kommunikation


Das Einführungsmodul soll mit den Grundprinzipien und Basistheorien menschlicher Kommunikation aus psychologischer Perspektive vertraut machen. Da die Studierenden dieses Master-Studiengangs aus verschiedenen Fachrichtungen kommen, dient das Einführungsmodul gleichzeitig der Entwicklung einer gemeinsamen Wissensbasis für das Studium. Die Inhalte dieses Moduls werden entlang der Unterscheidung von individual- und sozialpsychologischen Grundlagen der Kommunikation entwickelt.
In allen Beiträgen dieses Moduls liegt der Fokus auf einer allgemeinpsychologischen Perspektive, das heißt, die Grundprinzipien der menschlichen Kommunikation werden ohne besondere Betonung individueller und sozialer Unterschiede gelehrt.

 

Modul 2:
Differentielle Kommunikationspsychologie


Das Modul 2 greift das psychologische Grundlagenwissen zur menschlichen Kommunikation auf und erweitert dieses durch eine differentialpsychologische Perspektive. Im Zentrum dieser Lehreinheit stehen Unterschiede (bzw. Differenzen) zwischen kommunizierenden Menschen auf dem Hintergrund verschiedener Kommunikationskontexte.
Die Ziele dieses Moduls bestehen erstens in der vertieften theoretischen Qualifizierung und zweitens in einer Verschränkung der Vermittlung von theoretischem Wissen, von Handlungswissen und Handlungskompetenzen, anhand ausgewählter Anwendungsbezüge. Dabei wird von der Prämisse ausgegangen, dass die Auseinandersetzung mit individuellen kommunikativen Gewohnheiten im Kontext unterschiedlicher kommunikativer Rahmenbedingungen einen wichtigen Beitrag zu einem vertieften Verständnis von Kommunikationssequenzen und Kommunikationsprozessen darstellt.

 

 

Modul 3:
Organisations- und Personalkommunikation

Im Rahmen dieses Moduls stehen Fragen organisationaler Kommunikationsstrukturen in Abhängigkeit von unterschiedlichen Organisations- und Aufgabenstrukturen, von Menschenbildern oder von der Organisationskultur von Unternehmen und Institutionen im Vordergrund. Bei der Themenauswahl für dieses Modul erfahren die Wechselbeziehungen zwischen Strategie, Organisation und Personal eine besondere Beachtung. Neben einer allgemeinpsychologischen Einführung in einschlägige Konzepte der Organisations- und Personalkommunikation wird mit den Formen und Techniken der Personalkommunikation vertraut gemacht. Zu diesen Kommunikationsinstrumenten gehören z.B. die Mitarbeitergespräche, das 360° Grad Feedback, das Zielvereinbarungsgespräch, das Konflikt- und das Kritikgespräch, die Karriereberatung, die Wirtschaftsmediation, das Coachinggespräch und die Teamberatung.
Das Qualifizierungsziel dieses Moduls besteht in der Vermittlung eines fundierten Überblicks über die strukturellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Organisations- und Personalkommunikation.

 

 

Modul 4:
Handlungskompetenzen I: Rhetorik, Argumentation, Gesprächsführung und Affekte

Im Rahmen dieses Moduls werden die bisher erarbeiteten theoretischen Grundlagen und Kompetenzen gezielt zur Weiterentwicklung der persönlichen Kommunikationskompetenzen fruchtbar gemacht. Die Qualifizierungsziele dieses Moduls mit hohem Übungsanteil betreffen primär sprachliche Kommunikationskompetenzen in der Gesprächsführung und den bewussten Umgang mit persönlichen Affekten in Kommunikationsprozessen. In der Themeneinheit Rhetorik, Argumentation und Gesprächsführung wird theoretisch und praktisch mit rhetorischen Mitteln sowie mit Formen und Implikationen von Argumenten vertraut gemacht. Die Angebote zielen auf verständliches, überzeugendes und logisch zwingendes Argumentieren und zielorientiertes Kommunizieren. Der Schwerpunkt Gesprächsführung dient der Auseinandersetzung mit übergreifenden Prinzipien der zwischenmenschlichen Kommunikation und Handlungskonzepten der Gesprächsführung. Die Thematisierung von Affekten wird schließlich nicht nur mit Formen und Wirkungen emotionaler Gesprächskomponenten konfrontieren, sondern auch Wege aufzeigen, wie mit eigenen affektiven Reaktionen in Gesprächen umgegangen werden kann.

 

 

Modul 5:
Handlungskompetenzen II: Mediengestützte Kommunikationskompetenzen

Das Modul 5 hat verschiedene Formen mediengestützter Kommunikationen zum Inhalt. Dabei werden zunächst Fragen der Wissenskonstruktion und Wissenskommunikation thematisiert. Beispielsweise: Welche Prozesse der strukturierten Ablage und der Nachnutzung individuellen Wissens in einem öffentlich zugänglichen technischen Speichermedium sind zu berücksichtigen? Welche Probleme ergeben sich beim synchron verteilten Arbeiten mehrerer Bearbeiter an einer Problemstellung? Ein weiteres Thema dieses Moduls beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und Grenzen der Kommunikation mittels verschiedener Kommunikationsmedien. Schließlich werden Prinzipien der mediengestützten Präsentation thematisiert.
Ziel des Moduls ist die Auseinandersetzung mit verschiedenen Formen mediengestützter Kommunikation, die theoretische Aufarbeitung der Chancen und Risiken von mediatisierten Kommunikationsprozessen vor dem Hintergrund der individuellen Konstruktion von Wissen sowie der persönliche Kompetenzerwerb im Umgang mit ausgewählten Formen mediengestützter Kommunikation.

 

 

Modul 6:
Handlungskompetenzen III: Sprechen, Körpersprache und Kreatives Schreiben

Zur Weiterentwicklung der persönlichen Kommunikationskompetenzen liegt der Schwerpunkt in Modul 6 auf mündlicher und schriftlicher Kommunikation. In der Themeneinheit Verbale Kommunikation und Körpersprache geht es um die Reflexion und Erweiterung der verbalen und nichtsprachlichen kommunikativen Ausdrucksmöglichkeiten. Neben Reflexionen und Übungen zur Körpersprache (Mimik, Gestik, Körperhaltungen) stehen das Training der Artikulation und der Intonation im Mittelpunkt. Die Angebote zielen auf ein situationsgerechtes Auftreten, auf störungs- und angstfreies Sprechen sowie auf wirkungsvolles, abwechslungsreiches und verständliches Sprechen.
Inhaltlich verknüpft mit dieser Themeneinheit ist das Angebot Kreatives Schreiben, das auf die Erweiterung der schriftlichen Kommunikationskompetenzen abzielt. Es wird mit dem Methodenrepertoire des Kreativen Schreibens gearbeitet, das die assoziativen und rationalen Elemente des Denk- und Schreibprozesses gezielt verknüpft, Schreiben als kreativen Prozess erlebbar macht und eine Auseinandersetzung mit Sachthemen, ästhetischen Fragestellungen und der eigenen Persönlichkeit ermöglicht. Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Kreativen Schreibens werden gelernt und erprobt: literarisches Schreiben, Schreiben als Selbstexploration, wissenschaftliches und berufliches Schreiben.

 

 

Modul 7:
Handlungskompetenzen IV: Personalentwicklung, Personalauswahl und Personalprofiling


In allen Bereichen der strategischen Personalarbeit spielen zunehmend kommunikative Kompetenzen eine größere Rolle. In einem ersten Themenfeld dieses Moduls stehen die Planung und der diagnostische Prozess der Bewerberrekrutierung und Bewerberauswahl unter einem kommunikativen Blickwinkel im Mittelpunkt der Lehrinhalte. Vermittelt wird dabei zunächst, wie Personalanforderungen in kommunikativen Prozessen erhoben, in Stellenprofile umgesetzt und wie Stellenausschreibungen daraus abgeleitet werden. Ein weiterer Lerninhalt fokussiert auf die Durchführung verschiedener Formen von Personalauswahlgesprächen und auf die Gestaltung von Assessment-Centern einschließlich der sich daran anschließenden Feedbackprozesse. In einem zweiten Themenfeld stehen Gesichtspunkte der Personalentwicklung im Mittelpunkt der Studieninhalte dieses Seminars. Ein Schwerpunkt wird dabei das Training von Personalbeurteilungsgesprächen und Coachinggesprächen sein. Im Rahmen dieses Moduls werden auch Praktiker aus der Wirtschaft und aus sozialen Organisationen als Dozenten teilnehmen, die im Rahmen von Praktikumsveranstaltungen zu aktuellen Themen der Organisations- und Personalkommunikation in  Profit- und Non-Profitorganisationen sowie zu Fragen der Personalmotivation arbeiten werden.

 

 

Modul 8:
Handlungskompetenzen V: Moderation und Verhandlungsführung, Konfliktmanagement und Mediation


Thema dieses Moduls ist die Gestaltung und Steuerung von Kommunikationsprozessen im Rahmen spezieller Gruppengespräche. Bei der Verwendung von Moderationsmethoden hat der Gesprächsleiter insbesondere darauf zu achten, Eskalationen zu verhindern und das Gespräch zielgerichtet zu leiten. Eine Verhandlungsführung kann dadurch gekennzeichnet sein, dass Kommunikationsprozesse zwischen Personen und Parteien mit unterschiedlichen Interessen zu moderieren sind. Besteht zwischen Personen ein Konfliktpotential, so stellt das Konfliktmanagement eine Interventionsmöglichkeit dar, um z.B. die Bildung gemeinsamer Oberziele anzuregen. Die Mediation kann als eine Sonderform des Konfliktmanagements betrachtet werden, die beispielsweise mit dem Ziel eingesetzt wird, ein gemeinsam getragenes Übereinkommen zwischen den Konfliktparteien zu erarbeiten. Die Qualifizierungsziele dieses Moduls bestehen einerseits im Erwerb von Kompetenzen zur Steuerung von Gruppengesprächen in denen unterschiedliche Interessen und / oder Konfliktpotential vorhanden sind und andererseits im Training der Reflexionsfähigkeit persönlicher Reaktionsmuster in schwierigen Gesprächssituationen.

 

 

Modul 9:
Projektstudium

Im Rahmen des Moduls 9 sollen die bisher im Studium erworbenen Kenntnisse und Handlungskompetenzen durch Projektarbeit angewandt und vertieft werden. Die Projektthemen werden inhaltlich mit den Studierenden im Hinblick auf berufliche Anwendungsbezüge festgelegt. Damit soll sichergestellt werden, dass die im Rahmen von Projekten aufgegriffenen Themen aktuell und an den beruflichen Gegebenheiten und Interessen der Studierenden orientiert sind.
Ziel der Projektarbeit ist die professionelle Planung, Durchführung und Analyse komplexer kommunikativer Prozesse in beruflichen Kontexten. Im Rahmen der Projektbearbeitung werden auch empirische Methoden eingesetzt. Erforderliche Kenntnisse für gegenstandsadäquate Untersuchungs-, Analyse- und Evaluationsmethoden werden im Rahmen dieses Moduls vermittelt bzw. aktualisiert und im Hinblick auf ihren praktischen Nutzen reflektiert.

 

 

Modulstudium

 

Mit einem erweiterten Angebot optimiert der Masterstudiengang Human Communication seine Kundenorientierung. In einer sich schnell verändernden Berufswelt ist oft eine längerfristige Studienverpflichtung problematisch. Der modulare Aufbau des Studiums erlaubt die Module nach persönlicher Einteilung einzeln zu studieren. Bei erfolgreicher Teilnahme an den angebotenen Prüfungsleistungen sind die erworbenen Leistungspunkte akkumulierbar. Damit ist ein Masterabschluss individuell planbar.
Dieses Angebot richtet sich aber auch an die Interessenten, die auf Grund des fehlenden akademischen Abschlusses die Zugangsvoraussetzungen nicht erfüllen und so die einzelnen Module als Gasthörer studieren und mit einem Zertifikat abschließen können.

Für das inhaltliche Verständnis wird ein Studium der Module in numerischer Reihenfolge empfohlen. Für das Modul 2 ist ein Vorstudium von Modul 1, für das Modul 7 ist ein Vorstudium von Modul 3 erforderlich.







Letzte Änderung:  27. September 2008


Ansprechpartnerin

Silke Clauß

Programm-Koordinatorin 

Tel:(0351)463 35672

Fax:(0351)463 33956

silke.clauss@di-uni.de

 

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