Das Programm beginnt wieder im November 2008. Bewerbungsschluss ist der 15. Juni 2008.
Ärzte können mit Besuch des 2-jährigen Studiengangs Fortbildungspunkte bei der Sächsischen Landesärztekammer erwerben. |
| | | Health Care Management | (HCM) | | | |
Curriculum
2 Jahre berufsbegleitendes Studium mit einem Gesamtumfang von 558 Unterrichtseinheiten:
- 6 Module; 2 Module pro Semester
- Monatlich findet ein Kurswochenende (Freitag/Samstag) sowie einmal im Semester eine Präsenzphase über 9 Tage einschließlich Klinikpraktikum, Expertengespräche, Foren statt
Inhaltlich ist der Studiengang in 6 Module gegliedert, die die Inhaltsschwerpunkte nach sachlich-organisatorischen Gesichtspunkten kombinieren und integrieren. Die einzelnen Module bestehen jeweils aus 4 Vorlesungsreihen à 2 Semesterwochenstunden. Prüfungsmodalitäten regelt die vom Ministerium bestätigte Prüfungsordnung. Weitere Informationen zum Studienablauf und -inhalt bietet die bestätigte Studienordnung.
Modul 1: Finanzierung und Organisation von Gesundheitssystemen
Fundierte, eher volkswirtschaftlich ausgerichtete Kenntnisse in den Grundlagen, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Richtlinien der Gesundheitsfinanzierung und -politik werden vermittelt, des Weiteren:
- Gesundheitsmärkte und -institutionen,
- Vergütung/Entlohnung von Gesundheitsleistungen,
- Gesundheitspolitik und Versicherungssysteme.
Modul 2: Krankenhausmanagement
Vermittlung von grundlegenden Managementkenntnissen, insbesondere die Umsetzung und Wirkung der Einführung des AR-DRG-Systems in Krankenhäusern als Basis eines neuen deutschen Krankenhausfinanzierungssystems, des weiteren:
- Unternehmensführung und Steuerung in gesundheitspolitischen Einrichtungen,
- Lean Management als Managementmodell, prozessorientierte Organisation im Krankenhaus,
- Psychologie der Organisation, Personal- und Führungskräfteentwicklung,
- Grundlagen des Controlling, Kosten- und Leistungsrechnung, Datenerfassung und Berichtswesen,
- Kostenmanagement, Prozesskostenrechnung, BSC,
- Auswirkungen der DRGs, Krankenhaus-Controlling, Medizin-Controlling und Krankenhaus-Finanzierung,
- Budgetierung, Leistungs- und Kalkulationsaufstellung sowie gesetzliche Anforderungen an das Krankenhaus.
Modul 3: Strategisches Management und Versorgungsmodelle
Es wird ein umfassender, volkswirtschaftlich und betriebswirtschaftlich ausgerichteter Einblick in das Management als komplexer Prozess gegeben, neue Versorgungsstrukturen und -modelle des Gesundheitssystems sowie Rollen und Interessen der im Gesundheitswesen Agierenden werden analysiert.
Weitere Schwerpunkte sind:
- Gesundheitsmärkte und Wettbewerbskräfte,
- Profit-Center-Strukturen, Führungsorganisation der Krankenhausverwaltung,
- Marketing und Kundenorientierung im Krankenhaus bzw. in REHA- und Pflegeeinrichtungen,
- Managed Care, Disease-Management, Praxismanagement,
- erfolgskritische Prozesse in der Arztpraxis.
Modul 4: Qualitätsmanagement und rechtliche Grundlagen
Ein umfassender Überblick über Instrumente und Umsetzung des Qualitätsmanagements sowie praxisorientierte Vermittlung der rechtlichen Grundlagen sind Ziele dieses Moduls. Im Einzelnen werden behandelt:
- Begriffe, Definitionen, Anforderungen, Elemente und Werkzeuge, Selbstbewertung und Zertifizierung (EFQM, TQM, u.a.),
- Messung von Patientenzufriedenheit, Qualitäts- und Zufriedenheitsurteile bei Patienten, Patientenbindung, Mitarbeiterzufriedenheit,
- Praktische Umsetzung von Qualitätsmanagement am Beispiel integrierter und ambulanter Versorgung,
- Rechte, Pflichten von Mitarbeitern und Vorgesetzten (Haftung), Dokumentation, Patientenrechte, Sozialgeheimnis und Datenschutz, Recht als Rahmen für Management,
- Ärztliches Berufsrecht / Grundzüge des Arzthaftungsrechts.
Modul 5: Evaluierung von Gesundheitsleistungen
Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten zum besseren Verständnis und Durchführung von Evaluierungsstudien. Schwerpunktthemen sind:
- Einführung und Notwendigkeit von Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen,
- Elemente der Gesundheitsökonomie,
- nutzentheoretische Lebensqualitätsmessung,
- biometrische Theorie und Übung,
- Studiendesign und spezifische Datenquellen in der Epidemiologie sowie Epidemiologie ausgewählter Erkrankungen.
Modul 6: Prozessgestaltung und -optimierung
Hier sollen Kenntnisse über neue Informationstechniken und der Umgang mit diesen vermittelt sowie Verbesserungen der Kommunikations- und Informationskultur im Krankenhaus oder anderen Einrichtungen des Gesundheitssystems vorgestellt werden, des weiteren:
- Prozessmanagement, Optimierung von Behandlungspfaden / Clinical Pathways,
- KIS, PACS, RIS,
- Internet- und Intranetstrategien,
- Krankenhauslogistik (z.B. Materialflussanalysen, Erstellung von Abfall- und Wertstoffentsorgungskonzepten),
- Patienteninformationssysteme (z.B. elektronische Patientenakte) und
- Personalmanagementinformationssysteme.
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